Dienstag, 10. Januar 2012

Bilder aus Vietnam

Da endlich das chinesische Internet wieder richtig läuft, gibt es jetzt auch paar Fotos von meinem Kurztrip...

Und ein paar Impressionen aus Hanoi...


Sonntag, 1. Januar 2012

Frohes neues Jahr oder chúc mừng năm mới

Auch wenn das gar nicht so geplant war, haben wir uns das die letzten Tage doch ziemlich gut gehen lassen...

Nach unserer Zugreise zurück nach Hanoi, ging es direkt weiter mit den Bus in das von der Unesco geschützte Weltkulturerbe Halong Bay. Da wir uns, wie auf unserem gesamten Trip, nicht wirklich informiert hatten wie wo und was man dort macht, sind wir dort am Hafen angekommen und mussten uns erstmal informieren was man dort so machen kann. Nach kurzer Beratungszeit stand dann fest, dass wir uns für einen Bootstrip (2 Tage, eine Nacht) entscheiden werden.Gesagt getan. Wie sich aber auf dem Boot herrausstellte, hätten wir den gleichen Trip ein wenig entspannter und mit Hin- und Rückreise auch aus Hanoi für das gleiche Geld buchen können. Halong Bay ist eine von drei großen Buchten im Nordosten von Vietnam. In Halong Bay gibt es fast 2000 Kalkfelsen und einfach ein wunderschönes Panorama. Leider lässt das Wetter auf Grund von Nebel nicht ganz so schöne Fotos zu, aber sobald ich wieder in Shanghai bin, werde ich mal einiges an Fotos hochladen.

Nach einer sehr schönen und reibungslosen Bootstour wurde uns dann aber erklärt, dass wir eigentlich zu einer anderen Reisegruppe gehören und die Person suchen sollten, die uns unsere Ticket verkauft hat, um dann unsere Rückreise nach Hanoi anzutreten. Nach einer kurzen Diskusion wurde dieses Problem dann noch gelöst und wir wurden wieder einer anderen Reisegruppe zugeordnet um dann mit dieser zurück zu fahren. Bei der Reisegruppe angekommen, ging es dann auch erst einmal zum Mittagessen und danach auf in den Bus nach Hanoi. Leider wurde uns dann im Bus erklärt, dass für uns das Essen nicht inklusive war und wir jetzt jeweils 80.000 Dong (ca. 3 Euro) bezahlen müssten. Da wir nicht eingesehen haben, dass wir dies bezahlen sollten bzw. immer noch der Meinung sind, dass die uns Ausbeuten wollten, wurden wir dann auf der Hälfte der Strecke rausgeschmissen. Aber da wir bis jetzt noch nie den einfach Weg gewählt hatte, hat uns das auch nicht aus der Bahn geworfen und wir saßen eine halbe Stunde später wieder in einem anderen Bus. Unter Strich haben wir durch diese Aktion zwar nicht mal 2 Euro gespart, aber wir haben das Richtige gemacht.

In dem Bus hat sich mein Mitreisender mit einem Vietnamesen angefreundet, der uns dann zu unserem Hostel begleitet hat. Da wir uns im Vorraus um nicht viel gekümmert haben und nicht mal einen eigenen Reiseführer für Vietnam haben, viel die Wahl des Hostels, auf das Hostel was uns bis jetzt von den meisten Reisenden empfohlen wurde.Die Empfehlungen bezogen sich meistens auf das gute und reichhaltige Frühstück. Leider waren alle Betten im Dorm schon ausgebucht und somit mussten wir in das etwas teurere Doppelzimmer ausweichen (12 Euro anstatt 5 Euro fürs Dorm). Dafür hat dieses Hostel nicht viel mit einem Hostel zu tun, sondern ist eher ein Europäisches drei Sterne Hotel und das Frühstück war wirklich der Hamma!!! Dank den Franzosen gibt es in Vietnam fast über all Brot, was in China einfach nicht der Fall ist und damit war das auch sehr guter Start ins neue Jahr!!!

Die Neujahrsfeier wurde, wie sich das gehört, auf einem Zentralen Platz in Hanoi, direkt am See mit tausenden anderen gefeiert.


In diesem Sinne wünsche ich alle alles gute zum neuen Jahr!!!

Sapa

Nachtzüge haben den Vorteil, dass man recht viel Zeit überbrücken muss, dies kann man dann dafür nutzen ein wenig zu bloggen...
Ich liege gerade in einem sechs Personen Schlafabteil, neben meinem Mitreisenden liegen hier noch zwei australische Lehrer und zwei Schüler, die einen einmonatigen Schulausflug nach Vietnam machen, verglichen mit London oder Dänemark klingt das auch nicht schlecht.

Die letzten zwei Tage haben wir gemeinsam mit einem Italiener und am zweiten Tag mit einem Holländer in und um Sapa verbracht. 
Am ersten Tag haben wir uns nach einer recht langen Planungsphase dazu durchgerungen im Backpackerhostel abzusteigen und auf eigene Faust die Umgebung zu erkunden. Sapa selber liegt auf ca. 1600 m im nordwesten von Vietnam. Der höchste Berg von Vietnam liegt mit gut 3200 in zweitages Wanderentfernung und die ganze Umgebung ist sehr gebirgig. In der Umgebung um Sapa gibt es sehr viele unterschiedliche indigenen Bevölkerungsgruppen, diese sind in den Tourismus sehr stark eingebunden. Man wird quasi an jeder Ecke darauf angesprochen, ob man nicht eine Nacht in einem der eingeborenen Dörfer übernachten möchte oder ob man einen Touristenführer braucht.

Am zweiten Tag haben wir uns für 60.000 einen Roller gemietet und haben damit die Umgebung erkundet. Achso 60.000 Dong sind umgerechnet ein bisschen mehr als 2 Euro. Damit habe ich jetzt schon zwei Mal in meinen Leben eine Millionen am Geldautomaten abgehoben. Man ist hier immer am Nullen zählen wenn man etwas bezahlen will.
Um schon mal einen kleinen Unterschied zwischen China und Vietnam festzuhalten, ist das in China hauptsächlich Chinesen an den touristischen Orten zu finden sind, während man in Vietnam wieder sehr viele Europäer trifft.
Wenn alles klappt geht es dann morgen früh direkt weiter an die Küste, aber gucken wir mal wie das alles so klappen wird...